Pädagogisches Konzept

Bild vom Kind

In den letzten Jahren haben Hirnforschung, Lern- und Entwicklungspsychologie aufgezeigt, dass Babys, Kleinst- und Kleinkinder "kleine Forscher" sind, die neugierig und mit allen Sinnen ihre Umgebung erkunden, selbsttätig Erfahrungen sammeln, eigenständig Probleme lösen, neue Kompetenzen entwickeln, sich immer mehr Kenntnisse aneignen und an Fehlern, genauso wie an Erfolgen, wachsen. Sie sind somit lernfähige und wissbegierige Individuen, die ihre Entwicklungsprozesse selbst gestalten und sich ihr Wissen von der Welt selbst konstruieren. Jedes Kind, ist von Geburt an, ein vollwertiger Mensch. Es hat seine persönliche Art zu sehen, zu fühlen, zu denken und sich zu äußern. Das Kind ist aktiver Konstrukteur seines Wissens. Es ist motiviert, kreativ, konzentriert und ausdauernd, wenn es selbst handeln, denken und experimentieren darf. Es lernt nachhaltig, wenn es Erfahrungen selber machen darf. Das Kind ist Forscher und Entdecker. Es erkundet eigenaktiv, aber auch mit anderen Kindern und Erwachsenen, sich selbst und die Welt. 

Pädagogische Schwerpunkte 

Zuerst einmal möchte ich Ihren Kindern eine familiennahe Betreuung bieten. Innerhalb der kleinen Gruppe, kann man die individuellen Bedürfnisse der Kinder gezielter aufgreifen und berücksichtigen. Es bleibt mehr Zeit für jedes  einzelne Kind, wodurch ich individuell auf seine Persönlichkeit eingehen kann und eine gezielte Förderung stattfindet.

Die Basis für meine pädagogische Arbeit als Tagesmutter, ist der Hessische Bildungsplan, mit seinen verschiedenen Bildungsbereichen.

Diesen finden Sie im Internet bep.hessen.de

Ein weiterer und wichtiger Schwerpunkt für mich und meine Arbeit, ist die Natur. In einem einjährigen Praktikum meiner Erzieher Ausbildung, war ich in einem Waldkindergarten. Zeit in der Natur fördert die mentale und soziale Entwicklung – sei es Kreativität, Entdeckerfreude, Konzentration oder Empathie. Das Spielverhalten draußen ist viel interaktiver und aktiver als drinnen. Kinder lieben Wasser. Sie lieben Matsch und Modder, Blumen, Stöckchen und Steine, will sich bewegen, klettern, toben. Es liebt die Sonne und den Schnee, spürt gern den kalten Wind in seinem Gesicht. Es liebt Tiere, für die es verantwortlich sein darf. Es liebt den Wald mit seinen geheimnisvollen Düften nach nassem Laub und jeder noch so kleine Stock, wird zum wahren Schatz. Es möchte die Natur spüren.

Die Natur mit allen Sinnen erleben.

„Kinder sind wie Blumen.

          Man muss sich zu ihnen niederbeugen,

                                          wenn man sie sehen will“

                                                        Friedrich Fröbel 

Spaß an Bewegung und Kreativität

Freies Spiel, Bewegung und Kreativität nehmen den größten Teil in unserem Tagesablauf ein. Die Kinder lernen durch Bewegung ihren Körper besser kennen und trainieren dabei alle Sinne. Unsere Räume sind so ausgestattet, dass es genügend Platz zum Toben gibt. Natürlich gehen wir auch vor die Tür und erkunden die Umgebung. Auf dem Spielplatz, im Park oder im Garten können die Kinder noch ganz andere Sachen ausprobieren und ihre Erfahrungen erweitern. Wir spielen dabei gerne mit und stehen bei neuen Herausforderungen den Kindern helfend zur Seite.

Auch Musik und Singen kommt in unserer Kindertagespflege nicht zu kurz. Durch zusammen gesungene Lieder erweitern und vertiefen die Kinder ihren Wortschatz und lernen schnell, kleine Lieder selbstständig mitzusingen. Wir haben auch einen Vorrat an verschiedenen Instrumenten und Gegenständen, mit denen man Töne erzeugen kann – die Kinder haben damit viel Spaß und werden zu kleinen „Komponisten“.

Eingewöhnung: der Beginn eines neuen Lebensabschnittes

Die Phase der Eingewöhnung ist sowohl für das Kind, als auch für die Eltern von großer Bedeutung – beide müssen Vertrauen zu uns aufbauen. Die Eingewöhnungsphase ist sehr individuell gestaltet: die Kinder reagieren unterschiedlich auf Veränderungen und manche Kinder benötigen mehr Zeit, um sich auf eine neue Umgebung und eine neue Bezugsperson einzustellen. Durch unsere Erfahrungen wissen wir, wie man diesen Prozess optimal begleitet und jedem Kind die Möglichkeit gibt, sein eigenes Tempo anzuwenden. Auch für uns ist diese Phase immer wieder spannend und wir freuen uns darauf, ein neues Kind kennenzulernen und eine vertrauensvolle Beziehung entstehen zu lassen.

Je nach Kind dauert die Eingewöhnung zwischen einer und vier Wochen. Sollte es einmal länger dauern, ist das auch in Ordnung – das Kind und die Eltern bestimmen das Tempo. Am Anfang der Eingewöhnung besucht das Kind zusammen mit einem Elternteil unsere Kindertagespflege und sie verbringen gemeinsam einige Stunden hier, wobei sie die neuen Räume, die anderen Kinder und den Tagesablauf kennenlernen.

Im nächsten Schritt, der auch schon nach ein paar Tagen erfolgen kann, verlässt das Elternteil unsere Kindertagespflege für eine Weile – bleibt aber natürlich in der Nähe. Die Dauer der Abwesenheit des Elternteils steigern wir je nach Fortschritt der Eingewöhnung. Wir beobachten Ihr Kind in dieser Zeit sehr aufmerksam und wir besprechen dann die Erfahrungen, die Ihr Kind in Ihrer Abwesenheit gemacht hat. Die Eingewöhnungsphase ist beendet, wenn sich Ihr Kind wohl bei uns fühlt und auch Sie ein gutes Gefühl dabei haben, es den Tag über durch uns betreuen zu lassen.

"Wer sichere Schritte tun will, muss sie langsam tun."

J. W. von Goethe 

Die Eltern sind ein wichtiger Teil der Erziehungspartnerschaft

Eine gute und offene Zusammenarbeit zwischen Eltern und uns ist für das Kind und seine Entwicklung sehr wichtig. Durch die kleine Gruppengröße haben wir in jeder Bring- und Holsituation ein bisschen Zeit über den Tag und die Erlebnisse zu sprechen. Für intensiveren Austausch haben wir auch Elternabende oder Sie sprechen uns einfach an und wir suchen nach einem gemeinsamen Termin.

Besprechen werden wir fortlaufend organisatorische Aspekte, Entwicklungsschritte und spezifische Fragen zum Kind in der Gruppe. Sie als Eltern können uns auch zu pädagogischen Sachen fragen – wir teilen unser Wissen und unsere Erfahrungen gerne mit Ihnen. Wir wissen, dass auch die Eltern immer wieder vor neuen Herausforderungen stehen und dass es dabei vielfältige Fragen gibt.

Die Entwicklung des Kindes wird dokumentiert

In einer Entwicklungsmappe, auch Portfolio genannt, werden ausgewählte Materialien und Werke, Erinnerungen und Lerngeschichten gesammelt.

Portfolios helfen dabei, den Lernprozessen jedes einzelnen Kindes mehr Beachtung zu schenken. Sie dokumentieren den unverwechselbaren Weg der Entwicklung, sowie des individuellen Lernens und stellen die Kompetenzen des Kindes dar.

Zugleich zeigt Ihnen das Portfolio, wie Ihr Kind sich weiterentwickelt.

Es ist eine schöne Erinnerung an die Zeit, bei mir in der Wölkchenbande.